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Lieder / Gedichte

Das Westfalenlied

Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen
der in dem Schoß der Reben liegt;
wo in den Bergen ruht das Eisen,
da hat die Mutter mich gewiegt.
Hoch auf dem Fels die Tannen steh’n,
als Wächter an des Hofes Saum
reckt sich empor der Eichenbaum.
Da ist’s wo meine Wiege stand,
Oh grüß´dich Gott, Westfalenland!

Wir haben keine süßen Reden
und schöner Worte Überfluß
und haben nicht so bald für jeden
den Brudergruß und Bruderkuß.
Wenn du uns willst willkommen sein,
so schau auf’s Herz, nicht auf den Schein
Und sieh’ uns grad hinein ins Aug!
Gradaus, das ist Westfalenbrauch!
Es fragen nichts von Spiel und Tand,
die Männer im Westfalenland.

Und uns’re Frauen, uns’re Mädchen,
mit Augen blau wie Himmelsgrund,
sie spinnen nicht nur Liebesfädchen
zum Scherz nur für die müß’ge Stund.
Ein frommer Engel Tag und Nacht
hält tief in ihrer Seele Wacht;
und treu in Wonne, treu in Schmerz,
bleibt bis zum Tod ein liebes Herz.
Glückselig, wessen Arm umspannt
ein Mädchen aus Westfalenland!

Behüt dich Gott, du rote Erde,
du Land von Wittekind und Teut!
Bis ich zu Staub und Asche Werde
mein Herz sich seiner Heimat freut.
Du Land Westfalen, Land der Mark,
wie deine Eichenstämme Stark,
dich segnet noch der blasse Mund
im Sterben, in der letzten Stund!
Land zwischen Rhein und Weserstrand,
o grüß dich Gott, Westfalenland.

Das Westfalenlied - von Emil Rittershaus
(*3.4.1834 in Barmen).
Erstmals wurde das Lied 1869 im “Wochenblatt für den Wahlkreis Iserlohn- Altena” veröffentlicht.

 

Sängerin

Weitere “Westfalenlieder”,
die ich im Internet gefunden habe:

Westfalenland    (Heinrich Lubmann / Werner Göhre)
Mein Westfalen    (Sleipnir)
Warum ist Westfalen so schön?    (Steffen Zingel)
Im Westfalenland   (Angelika Bergmann)

... und was wäre der “Kohlenpott” ohne “Anton” und “Cervinski”?

Seit 1955 konnte man allwöchentlich eine deftige Geschichte in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung lesen, geschrieben von Wilhelm Herbert Koch. Diese Geschichten sind inzwischen zu zwei Büchern zusammengefaßt worden, die im Droste-Verlag in Düsseldorf erschienen sind.

Wer mag, kann hier einige Kostproben nachlesen:

X- und O-Beine

Jünxken, mitten Auto sollze datt nich!
 

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